Das
Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg nimmt eine führende
Rolle in der Ausstellung für europäische angewandte Kunst
ein. Initiator und Antreiber für die Einrichtung dieses Museums
ist vor allem der Jurist und Kunsthistoriker Justus Brinckmann (+1915),
der sich dieser Aufgabe verschrieben hatte. Im Jahre 1874 wurde das
Museum gegründet und letztgenannter Initiator wurde 1877 in den
Museumsräumen am Steintorplatz auch Direktor. Ein wenig abgeguckt
hatte man sich damals vor der Gründung etwas vom heutigen Victoria
& Albert Museum in London und vom österreichischen Museum
für Kunst und Industrie. Brinckmann erweiterte die Sammlung durch
zeitgenössische Kunst im Jahre 1900. Nach dem Tode Brinckmanns
wurde Max Sauerlandt im Jahre 1919 neuer Direktor. Das Museum durchschritt
viele Dekaden mit relevanten geschichtlichen Ereignissen. Die Nazizeit
wurde mit Kunstverlusten überlebt, ein Bombenangriff im 2. Weltkrieg
fügte der Sammlung allerdings alleine großen Schaden für
die Bibliothek im Jahre 1945 zu. Um mehr Publikum anzusprechen wurde
das Museum 1974 um das Museumsrestaurants erweitert. Immer wieder
wurde diese Einrichtung erweitert und ergänzt, so auch 1975 durch
eine weitere pädagogische Abteilung. Im Jahr 1978 wurde zudem
das Mittelalter und Jugendstil neu eingerichtet und es entstand ein
japanisches Teehaus. Das Museum hat schon viele Wandlungen durchlebt,
richtet sich jedoch immer wieder den modernen Anforderungen aus. In
den Jahren 1987 wurde der Spiegelsaal eingebaut und 1999 eine Umwandlung
des Museums in eine Stiftung öffentlichen Rechts vollzogen. Die
letzten Veränderungen am Gebäude wurden im Jahr 2006 mit
der Neugestaltung des Mittelbaus und weiteren Büroräumen
als auch für Kids im Jahr 2008 ein Kunst- und Designerspielplatz
installiert.
Adresse
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Stiftung öffentlichen Rechts
Steintorplatz
20099 Hamburg